Alle Angaben sind ohne Gewähr last update: 06/09/2008 11:14
| Slowenien |
(Gerold Ennsmann) Die vor Jahren von der Gurktalbahn veräußerte 199.03 verschlug es über Umwege und diverse Tauschgeschäfte schließlich nach Slowenien, wo sie äußerlich mustergültig restauriert wurde. Diese interessante Lok wurde zwar nie im ehemaligen Jugoslawien eingesetzt, entstammt aber einer aus drei Maschinen bestehenden Nachfolgeserie der kkStB-Reihe P , die alle im Jahre 1926 ausgeliefert wurden. Die ursprüngliche Reihe P (=Parenzo) stammte aus dem Jahre 1911 und bestand ebenfalls aus drei Maschinen, die bei Krauss & Co in Linz das Licht der Welt erblickten. 1938 verschlug es sie nach der Einstellung der Parenzana nach Sizilien, wurden umgespurt und schließlich 1957 bis 1959 verschrottet. 1922 / 23 wurden dann noch weitere sechs Lokomotiven dieser Reihe von "Officine Meccaniche Italiane Reggio Emilia" nachgeliefert und auf der Parenzana eingesetzt. Auch davon blieb nicht viel übrig, lediglich die P 7 kam über Sizilien, Parma und Rom im Jahr 1967 ins "Museo della Scienza e della Tecn. Leonardo da Vinci" nach Mailand. "Unsere" P 3 mit der Fabriksnummer KrLi 1468/1926 ist jetzt im Adriastädtchen Izola in Slowenien zu bewundern, allerdings in einem äußerst unfotogenen Glaskasten vor Vandalismus geschützt, sehr zu ihrem Vorteil. Eine zweite Museums-Dampflok der Linie Trieste - Parenzo (Triest - Porec) , nämlich die U 37 (Lokomotivfabrik C. Sigl Wiener Neustadt) mit der Fabriksnummer 4867/1908 wurde vor vielen Jahren mit einigen Wagen der bosnischen Schmalspurbahnen, die nie auf der Parenzana eingesetzt wurden, auf dem Vorplatz des neuen Normalspurbahnhofes in Koper aufgestellt, wo die Garnitur zusehends verrostet.
Passend zu diesem Thema hört man aus Sloweniens Nachbarland Kroatien sehr vielversprechende Töne eines geplanten Wiederaufbaues eines Teilstückes der Parenzana zwischen dem ehemaligen Endpunkt Parenzo und dem rund 33 km entfernten Montona (Motovun) im Landesinneren, was angesichts der Auswirkungen des vor wenigen Jahren stattgefundenen Balkankrieges doch eher als unglaublich bis sensationell bezeichnet werden muß. Die dafür benötigten Trassenabschnitte sind größtenteils vorhanden und unbebaut und wegen der schwachen Vegetation auch nicht allzu verwachsen, wie das in unseren Breitengraden innerhalb kürzester Zeit geschieht. Vielleicht kann man ja vom Adria-Urlaub in Porec irgendwann mal einen kurzen Abstecher ins reaktivierte "Geisterstädtchen" nach Motovun und zurück per Parenzana machen.....
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22.04.2007 Überstellung "Gomulka"
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